Sanin Ulrike,
Sanin Ulrike,

Mit zarten sechs Jahren spielte Ulrike Sanin in den Gassen ihres Heimatdorfes Margreid Straßenfußball. Heute, Jahre später, führt sie ihre Damenmannschaft beim Finale der „Europeada“ zum hochverdienten Heimsieg. Der Sieg ihrer Spielerinnen krönt ihre Karriere als eine der wenigen Frauen in der Südtiroler Fußballgeschichte.

Ulrike und die Südtirolerinnen bei der Europeada

Am 25. Juni 2016, gewannen die Südtirolerinnen beim Frauenfußballturnier die „EUROPEADA“ im Pustertal. Die Europeada ist ein Fußballspiel der europäischen Minderheiten, ausgetragen unter dem Dach der FUEN (“Föderalistische Union Europäischer Volksgruppen”), welche es sich zum Ziel macht, sich für die „Erhaltung und Förderung der Identität, Sprache, Kultur, Rechte und Einzigartigkeit der europäischen Minderheiten“ einzusetzen (Europeada.eu/ Info).

Auch nach fast einem Monat, zehrt die Margreiderin von diesem Erlebnis, der Glanzleistung ihrer Spielerinnen, die sie in nur sieben Trainingseinheiten zu je zwei Stunden zu einem Team zusammenschweißte und den Komplimenten der Fans, die von dem Frauenteam geradezu begeistert waren. Die Südtirolerinnen spielten heuer das erste Mal bei der Europeada mit und holten sich direkt den Sieg. Die männlichen Kollegen konnten das Turnier schon das 3. Mal gewinnen.

Das Spiel wurde den Frauen nicht einfach gemacht, zum einem durch den Druck das Heimspiel zu gewinnen und zum Anderem, durch die unerträglich heißen Temperaturen unter denen die Frauenspiele stattfanden. „Anstatt die Frauenspiele einfach zwischen 11.00 Uhr und 13.00 Uhr mittags unter der sengenden Sonne austragen zumüssen, hätte man unsere Spielzeit einfach in die spielfreien Tage der Männer verlegen können“, gibt sie zu bedenken. Die Gegenmannschaften der Frauen waren sehr stark. Das Frauenteam aus Frankreich und (die Occitanerinnen waren sehr stark) Deutschland, spielte auf sehr hohen Niveau, die Torchancen wurden immer wieder verschenkt. Und doch setzten sich die Südtirolerinnen gegen sie und sogar einer Nationalspielerin in einem packendem Finale durch.

Der Sieg der Spielerinnen ist auch ein Sieg der Trainerin, die selbst als Fußballspielerin ihre Karriere begann.

Ulrikes Fußballkarriere

Mit dem Straßenfußball fing Ulrikes Karriere an und sehr schnell bemerkte die junge Frau, dass Fußball Teil ihres Lebens ist. Eine Leidenschaft, ein Ventil, ein Traum. Als der erste Frauenfußballverein in Margreid seine Tore öffnete, spielte Ulrike für die Margreider Frauen. Da war sie zwischen 20 und 25 Jahre. Später wechselte sie zum AFC Trento, spielte mit diesem Team in der Serie B.

Als eine Verletzung ihrer Fußballkarriere fast ein Ende setzte, beschloss sie ihre Laufbahn leicht abzuändern aber nicht ihren Traum vom Fußball aufzugeben und erarbeitete sich den Trainerschein „B UEFA“ beim Italienischen Fußballverband. Die Aufnahme zum Kurs erkämpfte sie sich durch eine Aufnahmeprüfung, die aus verschiedenen Fußballtests bestand. Im Kurs selbst war Ulrike die einzige Frau, was sie allerdings nie störte. „Mir ist bewusst, dass sich viele Frauen nicht so für Fußball interessieren, also rede ich einfach mit Männern darüber“, sagt sie lachend.

Heute ist sie für die U15 Auswahl der Mädchen des italienischen Fußballverbandes zuständig und sucht sich von zwei Jahrgängen immer die besten Spielerinnen aus. Aus ihnen formt sie eine Frauenmannschaft aus 16 Spielerinnen, die national und international Spiele bestreiten.

Selbstverständlich kennt sie gewisse Vorbehalte die Männer aber auch Frauen gegen Frauenfußball haben, aber die ärgern sie nicht sonderlich. Ulrike sieht positiv in die Zukunft. „Der Frauenfußball ist ausbaufähig und gerade weil er ein sehr sauberer Sport ist, macht es einfach viel mehr Spaß.“ Man könne das mit Island bei der EM heuer vergleichen. Dadurch dass Island nicht oft bei internationalen Turnieren mitspielt und niemand große Geldgeschäfte damit machen kann, ging es bei ihnen nur ums Spielen. Und das machte die Isländer so sympathisch. Ausbaufähig ist der Frauenfußball auch in Südtirol. Eine höhere Anzahl von Spielerinnen und gezielte Fördermaßnahmen, sowie Aufstiegschancen, wären wichtig, denn auch wenn mittlerweile ca. 29 Millionen Frauen auf der ganzen Welt Fußball spielen, hat der Sport die Möglichkeit noch erfolgreicher zu werden.

Ulrike kann erst langsam den Sieg ihrer Frauenmannschaft fassen und sagt mir ihr letztes Anliegen. „Ich wünsche mir, dass alle Frauen die Fußball spielen oder gespielt haben, sich noch weiter dafür einsetzen, dass der Frauenfußball wächst, denn er hat großes Potential“

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A soli sei anni, Sanin Ulrike, giocava a calcio in strada nei vicoli del suo paesino Magré. Oggi, anni dopo, vince con la sua squadra femminile di calcio la Euorpeada in Val Pusteria nel ruolo di allenatrice. La vittoria della sua squadra per Ulrike è il più importante successo per una donna nella storia calcistica altoatesina.

Ulrike e le altoatesine nella Europeada

Il 25. Giunio 2016, le altoatesine hanno vinto la finale della Europeada nella Val Pusteria. La Europeada è un torneo di calcio, giocato delle minoranze dell’Europa, sotto la FUEN (The Federal Union of European Nationalities) che protegge e promuove le minoranze europee.

Anche dopo un mese, Ulrike è felice dell’esperienza, della prestazione splendida delle giocatrici, che, in solo sette giorni di allenamento per due ore, sono riuscite a giocare perfettamente insieme. Ed è felice dei complimenti dei fan.  È stata la prima partecipazione per le donne altoatesine a questo torneo e giá l’hanno vinto. Gli uomini altoatesini lo hanno vinto solo alla terza partecipazione.

La partita non era facile da superare perché da un lato le donne avevano la pressione di vincere. Si giocava infatti in casa.  Poi perché faceva caldissimo, scese in campo. “Invece di organizzare le partite delle donne dalle ore 11 fino alle ore 13 sotto il sole brucente, le avrebbero potute fare quando non giocavano gli uomini”, ci spiega Ulrike. Le avversarie erano estremamente forti. Le donne della Germania e della Francia (occitana) giocavano ad un livello altissimo e pure hanno vinto le altoatesine in una finale stupenda.

La vittoria delle donne è anche una vittoria di Ulrike

La carriera di calcio di Ulrike

Con il calcio di strada, è iniziata la carriera di Ulrike. Da piccola ha capito che calcio avrebbe fatto parte della sua vita. Il pallone come un sogno e una passione. Con la formazione della prima squadra di calcio femminile a Magré, Ulrike ha giocato anni. Magrè è anche il suo paese. Fra i 20 e 25 anni, ha giocato per il AFC Trento, in serie B.

Dopo un infortunio che ha interrotto la sua carriera di calciatrice, Ulrike ha deciso di riprendere con il ruolo di allenatrice. Dopo diversi corsi nella “FIGC”, ha preso la licenza “UEFA B”. Nei corsi era l’unica donna partecipante; però per Ulrike questo non era un problema.

Ulrike Sanin

“Siccome le donne non si interessano più di tanto per il gioco del calcio, ne parlo con gli uomini”, ci dice Ulrike ridendo. Per fare la licenza, ha dovuto fare un esame di ammissione pratica, perché erano tanti aspiranti.

Oggi è responsabile per la selezione della U15 femminile dell’Alto Adige. Da due annate, sceglie le ragazze più brave e forma una squadra da 16 donne che gioca al livello nazionale e internazionale.

Anche se Ulrike sa, che certe persone sono contro il calcio femminile, lei è molto convinta ed è ottimista.

“Il calcio femminile è ampliabile anche perché è uno sport pulito che diverte”.

Si può paragonare con l’Islanda di quest’ anno, con lo sport che viene prima dei soldi.

“Ampliabile è anche il calcio femminile altoatesino. Ci vorrebbero più giocatrici, un sostegno tecnico ed economico e delle chance di promozione. Anche se attualmente giocano più di 29 milioni donne a calcio al livello mondiale, il calcio femminile ha la possibilità di essere ancora più efficace”.

Adesso Ulrike pian pianino si rende conto della vittoria della sua squadra ed esprime un ultimo desiderio.

“Mi auguro che tutte le donne che giocano calcio o che hanno giocato, si impegnino! Il calcio femminile può crescere perché ha un grande potenziale”